Rubus idaeus - Himbeeren - Rutenkrankheit

Wie entsteht diese Krankheit?
 
Von dieser Krankheit sind hauptsächlich die Sommerhimbeeren betroffen, da die Triebe der Herbsthimbeeren im Winter komplett zurückgeschnitten werden. Sie entsteht durch eine Mischinfektion der beiden Pilze Didymella applanata und Leptosphaeria coniothyrium.
Ab Mitte Mai bilden sich an den Jungruten im Bereich der Knospen blauviolette Flecken, die sich rasch ausbreiten. Im Laufe des Sommers erweitern sie sich zu dunklen Zonen und umrunden den Stängel. An Ruten aus dem Vorjahr findet man viele kleine schwarze Punkte in Knospennähe, in denen der Pilz überwintert. Die Rinde reißt auf und die Knospen und Blätter sterben von unten her ab. Die kranken Ruten bleiben meist unfruchtbar.

 
 
Wie dringt der Pilz in das Rutengewebe ein?
 
Der Pilz dringt  über Verletzungen an der Rinde ein, die z. B. durch starke Winterkälte oder die Rutengallmücke entstehen, oder auch bei Überwinterung bereits befallender Ruten. Die Sporen werden in dem Zeitraum von März bis August produziert.
 
 
Wie kann ich vorbeugen?
 
Abgetragene und abgestorbene Ruten der Himbeere sollten tief abgeschnitten werden.
Für das nächste Jahr nur 6 - 8 Ruten je Strauch (Abstand mind. 10-15 cm) als Trägerruten stehen lassen.
Auch eine regelmäßige Unkrautbekämpfung ist hilfreich.
Dauerabdeckung des Bodens mit Stroh, Torf oder Sägemehl.
Beschädigungen an den Ruten sollten vermieden werden
pH-Wert des Bodens beachten
Himbeerhecken alle 10-12 Jahre erneuern, da der Pilz in überalterten Anlagen regelmäßig auftritt
 
 
Kann ich die Krankheit mit einem Mittel aus dem Handel bekämpfen?
 
Eine biologische Bekämpfung ist nicht möglich, auch im Handel ist kein geeignetes Mittel gegen diesen Rutenkrankheit erhältlich. Vitalisieren Sie im Frühjahr die Pflanzen bei Austrieb neuer Ruten, da eine  ausgewogene Nährstoffversorgung  die Pflanzen kräftigt und sie dadurch weniger anfällig sind.