Standort und Boden:

Rhododendren und
Azaleen, die botanisch auch zu den Rhododendren zählen, sind gut für Schattenlagen geeignet. Sie bevorzugen einen halbschattigen Standort in einem humosen, wasserdurchlässigen und gut durchlüfteten Boden. Starker Wechsel zwischen Trockenheit und Nässe muss durch Mulchen vermieden werden. Durch die Pflanzung in Nischen bzw. durch Vorpflanzungen von immergrünen Gehölzen wird verhindert, dass scharfe Winde den Boden  austrocknen und den Pflanzen schaden.
Optimal ist ein pH-Wert des Bodens von  4,5 – 5,0 also im relativ stark sauren Bereich. Bei einem pH-Wert von 6,0 lässt das Wachstum bereits nach, die Blätter färben sich hellgrün und werden schließlich gelb. Fast ideal sind Humus-, Heide- und Waldböden.


 
Bodenvorbereitung und Pflanzung:

Günstigste Pflanzzeit ist von Ende September bis Anfang Dezember und im Frühjahr von etwa Mitte März bis Ende April je nach Bodenzustand. Jedoch kann auch außerhalb dieser Zeit gepflanzt werden. Es ist dann jedoch verstärkt darauf zu achten, dass die Pflanzen genug Feuchtigkeit haben. Vorteil der Herbstpflanzung ist die schnellere Wurzelneubildung.

Das Pflanzloch sollte etwa 3-mal so groß sein, wie der Ballen. Ist der Wurzelballen nicht mehr feucht genug, tauchen Sie ihn in ein, mit Regenwasser (kalkfreies Wasser), gefülltes Gefäß bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Wird unter Umständen eine pH-Wert-Korrektur nötig, genügt es diese bis zu einer Tiefe von 30 – 35 cm durchzuführen, da Rhododendren und
Azaleen Flachwurzler sind. Der Untergrund sollte auf wasserundurchlässige Schichten untersucht werden, da stauende Nässe den Pflanzen schadet. Eine eventuell verdichtete Schicht muss durchstochen werden oder eine Drainage gelegt werden. Gleiches gilt für lehmige Sandböden, die eine bessere nähstoffhaltende Kraft besitzen.
Auf der zu bepflanzenden Fläche werden beide Bodenarten 30 – 35 cm tief ausgehoben und im Verhältnis 1:1 mit organischen Stoffen vermischt. Dafür wird die ausgehobene Gartenerde mit,  z. B. im Handel erhältlichen getrocknetem Kuhdung (3kg/10m²), Torf(sollte den größten Anteil bilden), verrottetes Laub, Laub- und Nadelerde oder sonstigen humushaltigen Materialien, wie abgelagerter Kompost gut vermengt. Bei  trockenen Bestandteilen wie dem Torf ist darauf zu achten, dass dieser vor der Mischung bis zur Sättigung angefeuchtet wird. Nun wird der Bodenverbesserer zur Hälfte auf der zu bepflanzenden Fläche aufgebracht und mit Spaten oder Grabegabel eingearbeitet. Dadurch wird der Boden nochmals in 20 cm Tiefe verbessert. Die Pflanzen können jetzt ins Pflanzloch gesetzt und mit der restlichen Mischung aufgefüllt werden. Die Erde nur leicht andrücken und dann gut wässern.
Größere Gehölze können so gepflanzt werden, dass die bisherige Pflanzhöhe mit dem Niveau vor dem Aushub übereinstimmt. Das bedeutet je größer der Pflanzballen desto tiefer muss das Pflanzloch ausgehoben werden.  Sie erhalten für das 1. Jahr der Pflanzung einen Pflanzpfahl, der schräg in Ostrichtung in den Ballen Geschlagen wird.  Anschließend wir die gesamte Fläche soweit aufgefüllt, dass diese etwas höher  ist als der gewachsene Boden vorher. Reste der verbesserten Erde können dafür verwendet werden.
Bei Arten mit 80 – 100 cm Pflanzhöhe sollte ein Pflanzabstand von 1 – 1,50 m eingehalten werden. Japanische
Azaleen pflanzt man in Abständen von 50 – 60 cm. Mollis- und Knaphill-Hybriden werden auf 1,50 m Abstand gepflanzt. Bei der Wahl der Pflanzabstände sollte auch berücksichtigt werden, dass Einzelpflanzung nicht empfehlenswert sind, denn mehrere Pflanzen fördern sich gegenseitig.
 

Düngung und Pflege:

Die Pflanzen verdunsten im Frühjahr, wenn der Wuchs einsetzt, Wasser durch die alten Blätter und den neuen Austrieb, deswegen, kann es während der Blütezeit schon ziemlich trocken für die Pflanzen sein. Es besteht die Gefahr, dass die obere Schicht des Wurzelballens dann austrocknet, während der untere Teil noch feucht ist. Man muss nicht sofort gießen, wenn die Pflanzen durch die Wärme des Tages ein wenig schlapp aussehen. Wenn am nächsten Morgen alles wieder stramm steht, kann man damit noch warten. Aber nicht zu lange. Die Kunst besteht darin, den richtigen Zeitpunkt nicht zu verpassen. Wenn nämlich der untere Teil des Ballens austrocknet, stirbt er ab und kann kein Wasser mehr aufnehmen. Dadurch verschlimmert sich die Situation der Pflanzen sich, denn ohne eine ungestörte Wasserzufuhr ist auch eine Nährstoffaufnahme nicht möglich Außerdem ist es sehr schwer einen völlig ausgetrockneten Wurzelballen wieder zu befeuchten. Aber auch vor Übertreibung beim Wässern muss gewarnt werden. Ein zu häufiges und ausgiebiges Gießen führt unter Umständen zu Krankheiten. Ein gesundes Mittelmaß ist angebracht. Im Herbst ist es besonders wichtig, dass die Wasserversorgung stimmig ist, da  sonst die Gefahr besteht, dass die Pflanzen  im Winter vertrocknen. Beim Gießen währende der Blütezeit sollte eine direktes Besprühen der Blüten vermieden werden, da so die Haltbarkeit dieser damit verlängert wird.

Von Mitte März bis April ist die beste Zeit zur Düngung oder nach der Blütezeit, und eventuell noch Ende Juni. Dafür gibt es im Handel bereits in der richtiger Zusammensetzung  benötigter Nährstoffe, gemischte Dünger, die gemäß Packungsanleitung ausgebracht werden sollten. Nicht mehr und nicht direkt am Stamm! Natürlich kann man sich diesen Dünger aus einzelnen Stoffen selber mischen. Dies ist jedoch recht mühsam. Einfacher geht es mit dem fertigen aus dem Handel.

Dabei ist zu beachten, dass kleinblättrige Rhododendren und Japanische Azaleen gegenüber den anderen Rhododendren, in etwa nur die Hälfte an Dünger benötigen. Sollte es einmal sehr viel und lange geregnet haben, können die Nährstoffe schneller auswaschen, so dass vielleicht etwas nachgedüngt werden muss. Eine Mulchschicht aus kompostiertem Material ist in jeder Weise eine große Hilfe bei der Pflege. Denn durch sie wird Feuchtigkeit gespeichert und außerdem enthält sie für die Pflanzen wertvolle Nährstoffe. Zur Abhärtung der Pflanzen kann nach dem Juni noch Kalium gegeben werden.



Rückschnitt:

Normalerweise benötigen Rhododendren keinen Rückschnitt, da sie von Natur aus zu schön geformten Pflanzen heranwachsen. 
Wenn man die Pflanzen regelmäßig schneidet bleiben sie in der Wuchshöhe niedriger, wachsen dadurch kompakter. Dies kann bei manchen Sorten hilfreich sein.
Soll ein Korrekturschnitt vorgenommen werden, so ist dieser kurz nach der Blüte auszuführen. Durch  vorsichtiges Entfernen der verwelkten Blütenstände insbesondere bei  jungen Pflanzen wird die Samenkapselbildung verhindert und somit die Bildung eines neuen Blütenansatzes und das Wachstum der Rhododendren gefördert.
Man kann nun ein Jahr zurückschneiden, bis kurz über dem vorigen Blätterkranz. Soll der Rückschnitt größer sein, muss aufgepasst werden, dass es darunter noch Blätter gibt. Lieber ist man dann konsequent und schneidet in das vorjährige Holz zurück. Ein radikaler oder kräftiger Rückschnitt wird nur vorgenommen, wenn die Pflanze wirklich zu groß geworden ist. Dies sollte dann im zeitigen Frühjahr geschehen. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass ein solcher Schnitt nicht spurlos an den Pflanzen vorbeigeht. Ein Großteil der Krone ist dann weg und für den breiten Wurzelballen gibt es keinen Schatten mehr und die Pflanze kann sterben. Vielleicht bringt sie mühsam noch vereinzelt Knospen hervor. Aber schön ist anders! Und das Mulchen bekommt noch einmal eine immense Bedeutung um den Wurzelballen vor Austrocknung zu schützen. Lieber Sie suchen gleich bei der Neuanpflanzung eine für das Wachstum der gewählten Art und Sorte einen geeigneten Standort und müssen nicht schneiden.
 
Winterschutz:

Bei starken Frösten sind Rhododendren nicht in der Lage, das durch Wintersonnenwärme aus den Blättern verdunstete Wasser über den gefrorenen Boden  zu ersetzen. Deshalb schützen Wassergaben vor dem Frost  die Pflanzen vor dem Vertrocknen. Empfindliche Arten und Sorten werden mit Hilfe von Schilfmatten, Fichten-/Tannreisig usw. an ungünstigen Standorten geschützt.