Zaubernuß - Hamamelis

Man fragt sich immer wieder, wo doch der Name herkommt.
1: Zauber-: Wegen dem Knackgeräusch beim Aufreißen der Kapseln, wobei die Samen meterweit weggeschleudert werden und wegen der Verwendung der Zweige als Wünschelrute.
2: Nuss: Wegen der ähnlichen Wuchsform und Laub von der Haselnuss (Corylus avellana).

Die Zaubernuß die bei mildem Wetter angenehm duftet, blüht selbst an kalten Tagen auf. Das macht diese Pflanze in sonst blütenarmen Spätwinter- oder Vorfrühjahrstagen zu einer außergewöhnlichen Attraktion. Sie bringt etwas leuchtende Farbe in das triste Wintergrau, wenn andere Pflanzen noch tief in der Winterruhe liegen. Vor strengem Frost schützen die Blüten sich durch Einrollen.




Es sollte in einem jedem Garten ein Platz für die Zaubernuß gefunden werden, am besten in Fensternähe, wo die zarten Blüten auch in der kalten Jahreszeit zu sehen sind.
Die Blüten können je nach Sorte hell- oder goldgelb, orange, bronze- oder kupferrot sein. Die Herbstblätter gelb orange oder rot.
Zaubernüsse wirken schön vor einer ruhigen Kulisse aus immergrünen Nadel- oder Laubgehölzen. Als Unter- bzw. Vorpflanzung eigenen sich z.B. frühblühende Zwiebelblumen oder kleine Rhododendron.

Diese Pflanzen entwickeln ein lockeres Geäst, das keinen Schnitt braucht. Die gut zu erkennenden Wildtriebe (blühen im Herbst) sollten allerdings entfernt werden.

Die Rinde und Blätter der Hamamelis wirken besonders stark zusammenziehend und entzündungshemmend. Sie ist Bestandteil zahlreicher Cremes und Salben. Sie wird in der Heilkunde eingesetzt, unter anderem in der Wundbehandlung. Vorwiegend wird sie äusserlich gegen Hautprobleme angewendet. Man kann Hamamelis-Tee aber auch innerlich gegen Durchfall und andere Schleimhautentzündungen des Verdauungstraktes trinken.




Tee-Rezept:
Für eine Tasse Hamamelis-Tee übergiesst man ein bis zwei Teelöffel Hamamelis-Blätter oder Rinde mit kochendem Wasser und lässt ihn zehn Minuten ziehen. Anschliessend sieben und in kleinen Schlucken trinken.